„Verändern mit Verantwortung“

Werteorientierung und Nachhaltigkeit in Coaching- und Organisationsentwicklungsprozessen
Aufbauend auf unser Menschen- und Organisationsbild setzt sich „Verändern mit Verantwortung“ mit dem Selbstverständnis, Werthaltungen und Prinzipien der handelnden Personen in Beratungsprozessen, als Basis auf der Beratung und Entwicklung stattfinden, auseinander. Damit sind auch der gesellschaftspolitische Rahmen und die Wechselwirkung: Mensch-Organisation-Gesellschaft im Blickpunkt der Betrachtungen.

 

Ansatzpunkte für diese Betrachtung sind u.a.:
Menschen in Unternehmen können nur ihrer sozialen Funktion auf Dauer gerecht werden, wenn sie Ihr Handeln an bestimmten Werten orientieren. Menschen sind als Teil eines Systems zu verstehen, welches wiederum in Beziehung und Wechselwirkung mit anderen Systemen steht. Das bedeutet die Entwicklung von einer mechanistischen Perspektive, von der Betrachtung des Menschen als fixierte Persönlichkeits- oder Charakterstruktur bzw. als Maschine, die auf bestimmte Reize reagiert, hin zu einem Weltbild, das von der Idee des Systems und der Wechselwirkung geprägt ist.
Daraus folgt, dass Unternehmen und Organisationen nach den Struktur- und Funktionsprinzipien lebensfähiger Systeme verstehbar sind.
Dadurch wird es in Trainings- und Beratungskontexten möglich Komplexität „abzubilden“, erlebbar zu machen und entwicklungsfreundliche Wirklichkeitskonstruktionen zu bilden.
Die Sicht auf das Ganze und die Werteorientierung ermöglichen lösungsorientierte Veränderungsprozesse anzuregen. Beratung ist damit vor allem die Unterstützung zieldienlicher, autonomer Such- und Finde-Prozesse nach vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen. Der „locus of control“ ist damit bei den Menschen bzw. Organisationen. Die Haltung und der Zugang in der Beratung sind dem entsprechend diskursiv, partnerschaftlich und humanistisch geprägt.

 

Wechselseitige Bedingtheit
Menschen wirken auf Unternehmen und Gesellschaft und umgekehrt beeinflusst die unternehmerische und gesellschaftliche Realität die Menschen. Richtung und Sinn einer Veränderung sind stark beeinflusst durch gelebte Werthaltungen und Prinzipien auf allen Ebenen, persönlich, unternehmerisch und gesellschaftlich.
Aus dieser Perspektive ergibt sich auch eine gesellschaftliche Verantwortung für UnternehmerInnen, Führungsverantwortliche und BeraterInnen.

 

Orientierungsrahmen für zukunftsfähiges Wirtschaften

Nachhaltigkeit
Nachhaltige Systeme sind so gestaltet, dass sie unsere natürlichen Lebensgrundlagen selbst dann nicht zerstören, wenn diese von allen Menschen genutzt werden. Maßnahmen zur Verbesserung unserer Arbeits- und Lebensqualität sind danach auszurichten, wie sie sich auswirken, wenn mehr Menschen sie setzen würden.

 

Nachhaltige Arbeits- und Lebensqualität und Werteorientierung
Wir sehen die Möglichkeit und Verantwortung für BeraterInnen, UnternehmerInnen und Führungskräfte einen Beitrag für eine gerechte und lebenswerte Zukunft für uns und künftige Generationen zu leisten.
Eine Aktivität ist in diesem Sinne „positiv“, wenn sie zum Aufbau von etwas führt, das ökologisch sinnvoll, sozial verträglich und ökonomisch beständig ist und zum Gemeinwohl beiträgt – im Sinne nachhaltiger Entwicklung.
Werteorientierung bezieht sich sowohl auf MitarbeiterInnen und KundInnen (soziale Verantwortung) als auch auf die Unternehmensumwelt (ökologische und gesellschaftliche Verantwortung).
Die zentrale Werte in diesem Kontext sind: Partizipation, nachhaltige Lebens- und Arbeitsqualität, ökologische Nachhaltigkeit, Verantwortung, Menschenwürde, Fairness und Transparenz.

 

Menschen- und Zukunftsorientierung
Menschen haben Ressourcen und Kompetenzen, die sie brauchen, um schwierige Situationen zu meistern oder sinnvolle Veränderungen zu bewirken.
Wir unterstützen, begleiten oder irritieren Menschen, damit die Nutzung und Entwicklung der vorhandenen Ressourcen noch besser gelingt. Bisher erfolgreiches zu bewahren („das Gute im Alten“) und mit Neuem („das Gute im Neuen“) zu verbinden schafft gegenseitige Wertschätzung und Raum für Erfolg und Entwicklung.
Wir unterstützen unsere KundInnen den Blick auf das Ganze zu richten, Zusammenhänge und Wechselwirkungen zu erkennen und auf das Wesentliche zu fokussieren.
Wir unterstützen Organisationen und Menschen ihre Zukunft langfristig durch den Nachhaltigkeitsansatz (Balance zwischen Wirtschaft, Umwelt und Sozialem) abzusichern und zu gestalten.

 

CSR-Ansatz
Die europäische Kommission definiert Corporate Social Responsibility (CSR) als „die Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft“.
Damit die Unternehmen ihrer Verantwortung in vollem Umfang gerecht werden, sollten sie auf ein Verfahren zurückgreifen können, mit dem soziale, ökologische, ethische, Menschenrechts- und Verbraucherbelange in enger Zusammenarbeit mit den Stakeholdern in die Betriebsführung und in ihre Kernstrategie integriert werden. (Europäische Kommission, 2011). CSR ist also ein klarer Managementansatz mit konkreten Zielformulierungen, der wirtschaftlich erfolgreiches Handeln und soziale und ökologische Verantwortung vereint.

 

Aspekte der Gemeinwohlökonomie
Die Gemeinwohl-Ökonomie versteht sich als ein ethisches Wirtschaftsmodell.
Das Wohl von Mensch und Umwelt wird zum obersten Ziel des Wirtschaftens.
Die Gemeinwohl-Ökonomie ist der Modellentwurf einer ethischen Wirtschaftsordnung, die für alle Menschen die gleichen Rechte, Freiheiten und Chancen vorsieht. Sie überwindet das Grundproblem der gegenwärtigen Wirtschaftsordnung – die Verwechslung von Ziel (Gemeinwohl) und Mittel (Geld). Der neue Fokus richtet sich auf die Mehrung des Gemeinwohls anstatt auf die Mehrung des Kapitals.
Unternehmerische Energie wird über die Gemeinwohl-Bilanz auf jene Grundwerte der Gesellschaft gelenkt, die auch im privaten Bereich angestrebt werden. Anstelle von Konkurrenzdenken und Profitmaximierung werden Kooperation und die Mehrung des Gemeinwohls zum Maßstab unternehmerischen Erfolgs.